Who are we inside?!
"Mehr Schein als Sein" - trifft dieser Satz tatsächlich auf die gesamte Menschheit zu? Verstecken wir unsere wahre Identität? Und wenn ja, wieso tun wir es? Diese Fragen umfassen eine großläufige Diskussion, hier wird es aber nur ein paar Denkanstöße geben.
Es ist schwierig zu behaupten, dass ein anderer Mensch uns in all unseren Facetten kennt, da dies eigentlich unmöglich ist. Unbewusst, bewusst, beabsichtig, oder unbeabsichtigt verstecken wir doch immer wieder Teile unseres "wahren" Wesens. Dafür gibt es viele Gründe. Angst verletzt zu werden, Angst auf Abneigung zu stoßen, nicht akzeptiert zu werden, der Wunsch von anderen Menschen auf bestimmte Art und Weise wahrgenommen zu werden und so weiter.
Welchen Grund auch immer wir für uns selbst aussuchen, uns scheint dieser Grund plausibel, um uns zu verstellen. Vielleicht passt man sich aber auch nur an seine Umgebung an?!
M. wird sich bei einem Kaffee mit ihren Freundinnen anders verhalten, als bei einem Familienessen, bei einem Rendez-Vous mit ihrer neuen Flamme, bei einem Bier mit ihren Kumpels... Jetzt stellt sich mir aber die Frage: Passt sie sich hier an ihre Umgebung an? Lästert sie über die etwas langsame Kellnerin, deren Frisur "einfach unmöglich aussieht", weil ihre Freundinnen es genauso tun? Zeigt sie ihre vermeintlich perfekten Tischmanieren und benimmt sich wie die perfekte Tochter, weil es ihre Familie von ihr erwartet? Versucht sie sich bei dem romantischen Abendessen "von ihrer besten Seite zu zeigen", aus Angst der Grund ihrer schlaflosen Nächte würde ihr "wahres Ich" nicht attraktiv genug finden und kreiert dadurch ein völlig falsches Bild von sich? Fängt sie an zu fluchen und führt Gespräche, die Frauen nur selten führen, weil sie in der Männerrunde nicht auffallen bzw. weil sie dazugehören will? Oder sind das alles einfach nur verschiedene Facetten ihrer Persönlichkeit, die sie einfach nur zu den verschiedenen Anlässen auspackt? Wer kann das schon so genau sagen? Weiß sie es überhaupt selbst? Ist ihr denn bewusst was sie tut?
Wir vermitteln also Bilder unserer selbst an andere Menschen, seien es Fremde, Bekannte, Freunde, oder gar die eigene Familie, die unserem Wesen und unserer Persönlichkeit zum Teil / überhaupt nicht entsprechen.
Gegenüber der Familie unter Umständen am meisten. Wir versuchen das Bild der perfekten Tochter, oder des perfekten Sohnes so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Aber was ist schon perfekt?!
Aber auch bei Freunden und Bekannten ist dies kein unbekanntes Phänomen: Der Pausenclown ist vielleicht gar nicht so sorglos und "dämlich" wie er sich immer gibt. Er mag vielleicht nur entdeckt haben, dass er mit diesem Verhalten Aufmerksamkeit bekommt und die Leute ihn sympathisch und witzig finden.
Der kleine Sonnenschein ist gar nicht immer gut gelaunt, fühlt sich aber in seiner Rolle als solcher mehr oder weniger dazu gezwungen, weil er dieses bestimmte Bild von sich bereits erschaffen hat und diesen Kriterien jetzt entsprechen muss, oder weil er Angst hat mit seinen Problemen nicht akzeptiert zu werden. Oder vielleicht Angst, dass sich niemand dafür interessieren könnte? Oder solche Menschen sind es gewöhnt ihre Probleme alleine zu lösen und wollen nicht, dass sich dutzend andere Menschen in ihr Leben einmischen...
Welchen Grund auch immer ein solchen Verstecken und Verstellen der Persönlichkeit haben mag, manche mögen es als Schutzmechanismus, manche als Feigheit bezeichnen... Manche werden es als negativ abstempeln, andere empfinden es als positiv.
Kann man ein solches Verhalten auch mit einer Lüge gleichsetzen? Belügen wir nicht andere Menschen, wenn wir uns in gewissen Situationen anders verhalten, als wir es eigentlich gerne würden? Nicht das sagen, was wir sagen wollen, aus Angst etwas anstößiges zu sagen, oder jemand anderen zu verletzen? Ist es eine Lüge, wenn wir eine Eigenschaft vortäuschen, die wir eigentlich gar nicht besitzen? Ist es Heuchelei? [Kommt früher oder später nicht sowieso jede Lüge ans Tageslicht?]
Wenn sich jemand selbstbewusster gibt, als er tatsächlich ist, ist das dann nicht etwas Gutes für ihn? Oder ist es Heuchelei? - Gar Manipulation anderer, weil sie diesen Menschen nun durch sein Auftreten in einem bestimmten Licht sehen müssen?!
Pressen wir uns damit nicht selbst in die Schubladen der Vorurteile, aus denen wir doch eigentlich sonst fliehen möchten? Was hat das denn für einen Sinn? Möchten wir berechenbar sein? Möchten wir, dass andere Menschen unseren nächsten Schritt schon erahnen können? ... Wieso? Wann ist Berechenbarkeit in Mode gekommen? Und warum verbinden wir Unberechenbarkeit mit Abenteuern, Nervenkitzel und aufregenden Ereignissen? Ist es denn tatsächlich so toll unberechenbar zu sein? Wird man damit nicht auch gleichzeitig unnahbar? Ist das ein erstrebenswertes Ziel? (An dieser Stelle möchte ich allen Frauen gedenken, die "mysteriös" wirken wollen und eigentlich eher Unnahbarkeit erreichen und sich dann fragen, warum sie für arrogant gehalten werden... womit ich mir wohl eigentlich selbst gedenke...)
Schutz, Feigheit, Heuchelei, positiv, negativ hin oder her, Tatsache bleibt trotzdem, dass wir alle es tun, wir verstellen uns. Und ob es uns gefällt oder nicht, es wir andauern...
Es ist schwierig zu behaupten, dass ein anderer Mensch uns in all unseren Facetten kennt, da dies eigentlich unmöglich ist. Unbewusst, bewusst, beabsichtig, oder unbeabsichtigt verstecken wir doch immer wieder Teile unseres "wahren" Wesens. Dafür gibt es viele Gründe. Angst verletzt zu werden, Angst auf Abneigung zu stoßen, nicht akzeptiert zu werden, der Wunsch von anderen Menschen auf bestimmte Art und Weise wahrgenommen zu werden und so weiter.
Welchen Grund auch immer wir für uns selbst aussuchen, uns scheint dieser Grund plausibel, um uns zu verstellen. Vielleicht passt man sich aber auch nur an seine Umgebung an?!
M. wird sich bei einem Kaffee mit ihren Freundinnen anders verhalten, als bei einem Familienessen, bei einem Rendez-Vous mit ihrer neuen Flamme, bei einem Bier mit ihren Kumpels... Jetzt stellt sich mir aber die Frage: Passt sie sich hier an ihre Umgebung an? Lästert sie über die etwas langsame Kellnerin, deren Frisur "einfach unmöglich aussieht", weil ihre Freundinnen es genauso tun? Zeigt sie ihre vermeintlich perfekten Tischmanieren und benimmt sich wie die perfekte Tochter, weil es ihre Familie von ihr erwartet? Versucht sie sich bei dem romantischen Abendessen "von ihrer besten Seite zu zeigen", aus Angst der Grund ihrer schlaflosen Nächte würde ihr "wahres Ich" nicht attraktiv genug finden und kreiert dadurch ein völlig falsches Bild von sich? Fängt sie an zu fluchen und führt Gespräche, die Frauen nur selten führen, weil sie in der Männerrunde nicht auffallen bzw. weil sie dazugehören will? Oder sind das alles einfach nur verschiedene Facetten ihrer Persönlichkeit, die sie einfach nur zu den verschiedenen Anlässen auspackt? Wer kann das schon so genau sagen? Weiß sie es überhaupt selbst? Ist ihr denn bewusst was sie tut?
Wir vermitteln also Bilder unserer selbst an andere Menschen, seien es Fremde, Bekannte, Freunde, oder gar die eigene Familie, die unserem Wesen und unserer Persönlichkeit zum Teil / überhaupt nicht entsprechen.
Gegenüber der Familie unter Umständen am meisten. Wir versuchen das Bild der perfekten Tochter, oder des perfekten Sohnes so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Aber was ist schon perfekt?!
Aber auch bei Freunden und Bekannten ist dies kein unbekanntes Phänomen: Der Pausenclown ist vielleicht gar nicht so sorglos und "dämlich" wie er sich immer gibt. Er mag vielleicht nur entdeckt haben, dass er mit diesem Verhalten Aufmerksamkeit bekommt und die Leute ihn sympathisch und witzig finden.
Der kleine Sonnenschein ist gar nicht immer gut gelaunt, fühlt sich aber in seiner Rolle als solcher mehr oder weniger dazu gezwungen, weil er dieses bestimmte Bild von sich bereits erschaffen hat und diesen Kriterien jetzt entsprechen muss, oder weil er Angst hat mit seinen Problemen nicht akzeptiert zu werden. Oder vielleicht Angst, dass sich niemand dafür interessieren könnte? Oder solche Menschen sind es gewöhnt ihre Probleme alleine zu lösen und wollen nicht, dass sich dutzend andere Menschen in ihr Leben einmischen...
Welchen Grund auch immer ein solchen Verstecken und Verstellen der Persönlichkeit haben mag, manche mögen es als Schutzmechanismus, manche als Feigheit bezeichnen... Manche werden es als negativ abstempeln, andere empfinden es als positiv.
Kann man ein solches Verhalten auch mit einer Lüge gleichsetzen? Belügen wir nicht andere Menschen, wenn wir uns in gewissen Situationen anders verhalten, als wir es eigentlich gerne würden? Nicht das sagen, was wir sagen wollen, aus Angst etwas anstößiges zu sagen, oder jemand anderen zu verletzen? Ist es eine Lüge, wenn wir eine Eigenschaft vortäuschen, die wir eigentlich gar nicht besitzen? Ist es Heuchelei? [Kommt früher oder später nicht sowieso jede Lüge ans Tageslicht?]
Wenn sich jemand selbstbewusster gibt, als er tatsächlich ist, ist das dann nicht etwas Gutes für ihn? Oder ist es Heuchelei? - Gar Manipulation anderer, weil sie diesen Menschen nun durch sein Auftreten in einem bestimmten Licht sehen müssen?!
Pressen wir uns damit nicht selbst in die Schubladen der Vorurteile, aus denen wir doch eigentlich sonst fliehen möchten? Was hat das denn für einen Sinn? Möchten wir berechenbar sein? Möchten wir, dass andere Menschen unseren nächsten Schritt schon erahnen können? ... Wieso? Wann ist Berechenbarkeit in Mode gekommen? Und warum verbinden wir Unberechenbarkeit mit Abenteuern, Nervenkitzel und aufregenden Ereignissen? Ist es denn tatsächlich so toll unberechenbar zu sein? Wird man damit nicht auch gleichzeitig unnahbar? Ist das ein erstrebenswertes Ziel? (An dieser Stelle möchte ich allen Frauen gedenken, die "mysteriös" wirken wollen und eigentlich eher Unnahbarkeit erreichen und sich dann fragen, warum sie für arrogant gehalten werden... womit ich mir wohl eigentlich selbst gedenke...)
Schutz, Feigheit, Heuchelei, positiv, negativ hin oder her, Tatsache bleibt trotzdem, dass wir alle es tun, wir verstellen uns. Und ob es uns gefällt oder nicht, es wir andauern...
Chanel - 20. Aug, 16:59




















